[message salon] Triptychon. Vernissage Samstag 17. Februar, 15-19 Uhr, message salon embassy Réception
Esther Eppstein
news at messagesalon.ch
Mi Feb 7 14:48:12 CET 2024
message salon embassy präsentiert
Maria Pomiansky
Triptychon „Madame l’Ambassadeur“
Öl auf Leinwand, 2020–2023
Vernissage Samstag 17. Februar, 15–19 Uhr
Ausstellung bis 16. März 2024
Ausstellung offen samstags 15–17 Uhr
oder nach Vereinbarung messagesalon at gmail.com <mailto:messagesalon at gmail.com>
message salon embassy Réception, Köchlistrasse 5, 8004 Zürich
Nach Ende der Ausstellung wird message salon embassy Réception geschlossen und das Haus im April abgebrochen.
https://messagesalon.ch/
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Madame l’Ambassadeur betrachtet die drei Gemälde. Die Porträts erzählen nicht nur über die Künstlerin Esther Eppstein.
Das Triptychon aus grossformatigen Ölbildern ist ein Abbild von Zeit, ein Spiegelbild auf der Oberfläche der Leinwand, „mise en abyme“, ein Bild im Bild im Bild.
Zwischen 2020 und 2023 porträtiert Maria Pomiansky die Künstlerin Esther Eppstein in ihren Rollen im Kunstbetrieb.
„Triptychon“ befasst sich mit der Tradition der Porträtmalerei als ein Zeitdokument.
Salonière, Botschafterin, Künstlerin
Im Januar 2020 reist Madame l'Ambassadeur Esther Eppstein von einer längeren Tea-Time-Residence aus London zurück nach Zürich. Wenige Wochen später ist die Pandemie ausgerufen und das öffentliche Leben weltweit lahmgelegt. Madame l'Ambassadeur sieht sich gezwungen ihre Verpflichtungen neu zu überdenken, denn die sorgsam geplante Zukunft findet nicht statt: die message salon embassy Konferenz zum fünfjährigen Jubiläum ist abgesagt.
Madame l'Ambassadeur bleibt trotzdem nicht ganz untätig und besucht message salon embassy Protokollantin Maria Pomiansky zu Tee und Gespräch in deren Malatelier in Zürich-Altstetten. Das Künstleratelier ist inzwischen zu einem der wenigen Orte geworden, wo künstlerisches Leben in realer Begegnung stattfinden kann.
Madame l'Ambassadeur hat nun viel Zeit, über Leben und Kunst und ihre Beziehung zur Zürcher Kunstszene nachzudenken. Sie schlingt sich ihr türkisfarbenes Negligé um die Beine und bittet die Malerin darum, ihr in ihrer Rolle als message salon Salonière Modell sitzen zu dürfen. Ein Porträt in der Tradition einer Darstellung der Person in Verdichtung von Zeit und Raum, umgeben von Relikten des gelebten Künstlerlebens und übersetzt in eine künstlerische Kollaboration zwischen Malerei, Szenografie und Performance.
Malerin und Modell verbringen jetzt über Wochen hinweg mehrere Stunden gemeinsam im Atelier. In diesem intimen Setting verwischen die Grenzen allmählich zwischen Leinwand und Realität, die vielen Gespräche hüpfen zwischen den Themen Kunst und Leben, Freundinnen und Feinde, Zukunft und Vergangenheit, Familiengeschichten aus Zürich, Moskau, Berlin und Tel Aviv. Dazwischen gibt es russischen Tee und schliesslich legt Maria Pomiansky den Pinsel zur Seite, das Porträt ist beendet.
Im Sommer 2020 ist das Gemälde im Kunstschaufenster "Die Diele" an der Langstrasse als Teil der Installation "message salon embassy presents The Non Conference Papers" erstmals ausgestellt.
Das Virus ist 2021 noch nicht gezähmt, die Welt stolpert weiterhin von Lockdown zu Lockdown, und während einer weiteren traurigen Teestunde im Restaurant Schlauch, ereilt Madame l'Ambassadeur telefonisch die rettende Nachricht von der Verleihung des Prix Meret Oppenheim an Esther Eppstein. Die Aussichten sind nun erfreulicher, das Künstlerinnenleben ergibt wieder Sinn in dieser von allerlei (Selbst-)Zweifel geschüttelten Zeit des Stillstands.
Madame l'Amabassadeur ist jetzt offiziell erfolgreiche Künstlerin und selbsterfundene Kunstraum-Galeristin und die passende Garderobe dazu ist der legendäre Armani-Anzug, schwarze Punkte auf sandgoldfarbenem Samt. In Maria Pomianskys Atelier wird ein neues Porträt in Angriff genommen, und der Faden der Erzählung um die Figur der erfolgreichen Galeristin und Botschafterin weitergesponnen. In selbstbewusster Pose sitzt Esther Eppstein Modell im Atelier, das ikonische Porträt der Salonière im Hintergrund.
Im Frühling 2021 besuchen Filmemacherin Marie-Eve Hildbrand und Fotograf Douglas Mandry im Auftrag des Bundesamtes für Kultur Esther Eppstein während einer jener Porträtsitzungen. Das Videoporträt und die Fotos werden anlässlich der Verleihung des Prix Meret Oppenheim publiziert, die Ateliersituation mit der Malerin nimmt dabei einen prominenten Platz ein. In Basel wird auch Maria Pomiansky vom Bundesamt für Kultur mit einem Swiss Art Award geehrt, ihre Präsentation im Wettbewerb zeigt neben Zeichnungen über die Zürcher Kunstszene, das Gemälde der message salon Salonière.
Im Dezember 2021 eröffnet Esther Eppstein den Kunstraum „message salon embassy Réception“ in einem kleinen Ladenlokal in Zürich-Aussersihl. Madame l’Ambassadeur empfängt die Gäste in der Réception zu Tee, Gespräch und Beratung, umgeben von Fotoalben, Souvenirs, Plattensammlung, TV-Monitor, Fanzines und dem Porträt der Botschafterin, als Bestandteil des Embassy-Interieurs.
Im Frühjahr 2022 ist die Pandemie abgeflaut, der Kulturbetrieb stottert noch, und Esther Eppstein fragt sich, wie weiter in der Kunst? Es gibt kein weiter wie vorher. Existenzielle Ängste, das Ausbleiben sozialer Kontakte, die Zersplitterung der Gesellschaft – auch in der Kulturszene, haben die Wahrnehmungen nachhaltig verändert. Russland überfällt die Ukraine, es ist Krieg in Europa.
Maria Pomiansky erscheint mit Pinsel, Staffelei und aufgezogener Leinwand in der message salon embassy Réception an der Köchlistrasse, das dritte Porträt der Reihe soll vor Ort, "in Situ", gemalt werden. Esther Eppstein und Maria Pomiansky treffen sich unregelmässig zu Porträtsitzungen, trinken Tee und besprechen dabei Leben, Kunst und Weltlage. Die Réception ist manchmal geöffnet und es kommt Besuch, und während die Malerin malt, diskutieren Gäste, Malerin und Madame l’Ambassadeur über die Befindlichkeiten im neuen Zeitalter nach der Pandemie.
Die Künstlerin Esther Eppstein ist ratlos. Sie setzt sich hin, hört alte Platten aus ihrem Repertoire, trinkt Tee und schaut auf ihr Leben zurück. Ist es Zufriedenheit? Es ist eine Zeit der Rückschau und der Reflexion. Die Künstlerin im roten Werkstattoverall, in ihrem kleinen Reich im Kreis vier, innehaltend und leicht erschöpft, etwas nachdenklich und unbestimmt. Es wird die längste und schwierigste Porträtsitzung der drei Gemälde, eine erste Version wird verworfen, sodann neu gestartet und sehr lange daran gearbeitet. Maria Pomiansky beendet das Bild im September 2023.
Mit der Ausstellung aller drei Porträts, erstmals zusammengefügt zu einem Triptychon, werden die einzelnen Teile zu einer in sich geschlossenen Erzählung mit offenem Ausgang, dahingehend zur Frage, was kommt danach …?
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english
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Maria Pomiansky
Triptych "Madame l'Ambassadeur"
Oil on canvas, 2020–2023
Opening Saturday, February 17th, 3–7 pm
Exhibition until Saturday, March 16th, 2024
Saturdays 3–5 pm, or by request messagesalon at gmail.com <mailto:messagesalon at gmail.com>
https://messagesalon.ch/en/
message salon embassy Réception, Köchlistrasse 5, 8004 Zürich
After the exhibition ends, message salon embassy Réception will be closed.
The house on Köchlistrasse will be demolished.
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Madame l'Ambassadeur contemplates the three paintings. The portraits not only narrate about the artist Esther Eppstein. The triptych of large-scale oil paintings is a reflection of time, a mirror image on the surface of the canvas, "mise en abyme," a picture within a picture within a picture.
Between 2020 and 2023, Maria Pomiansky portrays the artist Esther Eppstein in her roles in the art world.
"Triptychon“ deals with the tradition of portrait painting as a document of time.
Salonière, Ambassador, Artist
In January 2020, Madame l'Ambassadeur Esther Eppstein returns from an extended Tea-Time-Residence in London to Zurich. A few weeks later, the pandemic is declared, and public life worldwide comes to a standstill. Madame l'Ambassadeur is forced to reconsider her commitments because the carefully planned future does not materialize: the message salon embassy conference for the fifth anniversary is canceled.
Nevertheless, Madame l'Ambassadeur remains somewhat active and visits message salon embassy scribe Maria Pomiansky for tea and conversation in her painting studio in Zurich-Altstetten. The artist's studio has become one of the few places where artistic life can occur through real encounters.
Madame l'Ambassadeur now has plenty of time to reflect on life and art and her relationship to the Zurich art scene. She wraps her turquoise negligee around her legs and asks the painter if she can sit for her as the message salon Salonière model. A portrait in the tradition of depicting the person in a compression of time and space, surrounded by relics of the lived artist's life and translated into an artistic collaboration between painting, scenography, and performance.
The model and the artist spend several hours together in the studio over weeks. In this intimate setting of model and painter, the boundaries between canvas and reality gradually blur, many conversations jump between the topics of art and life, friends and enemies, future and past, family stories from Zurich, Moscow, Berlin, and Tel Aviv. In between, there is Russian tea, and eventually, Maria Pomiansky puts the brush aside, the portrait is finished.
In the summer of 2020, the painting is exhibited for the first time in the art showcase "Die Diele" on Langstrasse as part of the installation "message salon embassy presents The Non Conference Papers."
The virus is not tamed in 2021, the world continues stumbling from lockdown to lockdown, and during another sad teatime at Restaurant Schlauch, Madame l'Ambassadeur receives the saving telephone call of Esther Eppstein being awarded the Prix Meret Oppenheim. The outlook is now more favorable; the artist's life makes sense again in this time of standstill shaken by all kinds of (self-)doubts.
Madame l'Ambassadeur is now officially a successful artist and self-invented art space gallerist, and the appropriate wardrobe for it is the legendary Armani suit, black dots on sand-golden velvet. A new portrait is undertaken in Maria Pomiansky's studio, and the thread of the narrative about the successful gallery owner and ambassador continues. Esther Eppstein sits confidently as a model in the studio, the iconic portrait of the Salonière in the background.
In the spring of 2021, filmmaker Marie-Eve Hildbrand and photographer Douglas Mandry, commissioned by the Federal Office of Culture, visit Esther Eppstein during one of those portrait sessions. The video portrait and the photos are published on the occasion of the Prix Meret Oppenheim award ceremony, with the studio situation and the painter taking a prominent place. In Basel, Maria Pomiansky is also honored by the Federal Office of Culture with a Swiss Art Award, her presentation in the competition shows drawings about the Zurich art scene, including the painting of the message salon Salonière.
In December 2021, Esther Eppstein opens the art space "message salon embassy Réception" in a small shop in Zurich-Aussersihl. Madame l’Ambassadeur receives guests in the Réception for tea, conversation, and advice, surrounded by photo albums, souvenirs, record collection, TV monitor, fanzines, and the portrait of the ambassador, as part of the Embassy interior.
In the spring of 2022, the pandemic has subsided, the cultural scene still stutters, and Esther Eppstein wonders, what next in art? There is no going back to how it was before. Existential fears, the absence of social contacts, the fragmentation of society – also in the cultural scene, have profoundly changed perceptions. Russia invades Ukraine, there is war in Europe.
Maria Pomiansky appears with brush, easel, and stretched canvas at the message salon embassy Réception on Köchlistrasse, the third portrait in the series is to be painted on-site, "in situ." Esther Eppstein and Maria Pomiansky meet irregularly for portrait sessions, drink tea, and discuss life, art, and the world situation. The Réception is sometimes open, and visitors come, and while the painter paints, guests, painter, and Madame l’Ambassadeur discuss the sensitivities in the new era after the pandemic.
The artist Esther Eppstein is puzzled. She sits down, listens to old records from her repertoire, drinks tea, and looks back on her life. Is it contentment? It is a time of retrospection and reflection. The artist in the red workshop overalls, in her small realm in Kreis four, pausing and slightly exhausted, somewhat pensive and indefinite. It will be the longest and most difficult portrait session of the three paintings, a first version is discarded, then restarted and worked on for a very long time. Maria Pomiansky finishes the painting in September 2023.
With the exhibition of all three portraits, assembled for the first time into a triptych, the individual parts become a self-contained narrative with an open ending, leading to the question, what comes next…?
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